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Everdrone-Drohnensystem liefert einen AED bei außerklinischem Herzstillstand in Borås, Schweden (19. Juli 2026)

Mann startet Drohnen-Defibrillator auf Gehweg bei bewusstlosem Mann, Krankenwagen im Hintergrund, sonniger Tag

Ein automatisierter externer Defibrillator (AED), der über das Drohnensystem von Everdrone bereitgestellt wird, kam am 19. Juli 2026 bei einem außerklinischen Herzstillstand eines Mannes in seinen 60ern in Borås, Schweden, zum Einsatz.

Einsatz in Borås: AED vor Eintreffen der Ambulanz

Die Drohne wurde als Teil der standardmässigen Notfallkette der Region Västra Götaland (VGR) alarmiert und lieferte den AED an den Einsatzort, noch bevor der Rettungswagen eintraf. Der Mann erhielt vor Ort wieder einen Puls und wurde anschliessend im Krankenhaus weiterbehandelt.

Nach dem Notruf startete die Drohne von ihrer lokalen Basis in Borås und brachte den AED direkt zur Einsatzstelle. Umstehende begannen umgehend mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung und brachten den AED an – begleitet durch Anleitung und Unterstützung der Notrufleitstelle.

Der AED analysierte den Herzrhythmus des Patienten, woraufhin ein Defibrillationsschock ausgelöst wurde. Die weitere medizinische Versorgung erfolgte danach durch den Rettungsdienst sowie weitere Einsatzkräfte.

So arbeitet das Drohnensystem: autonomer Flug und Abseilen aus 30 Metern

Die Drohne fliegt autonom zum Notfallort und setzt den AED über eine Winde aus einer Höhe von etwa 30 Metern ab. Bei Verdacht auf einen Herzstillstand wird die Drohne automatisch parallel zum Rettungswagen disponiert.

„In Fällen eines außerklinischen Herzstillstands sind die ersten Minuten kritisch. Das Drohnensystem von Everdrone hilft Gesundheitsdienstleistern, einen AED so früh wie möglich an den Einsatzort zu bringen und dem Patienten damit die bestmögliche Überlebenschance zu geben“, sagt Mats Sällström, CEO (Geschäftsführer) von Everdrone.

Everdrone-Drone Emergency Medical Services (DEMS) in Västra Götaland

Der Einsatz war Teil des Notfalldrohnenprogramms der Region Västra Götaland, in dessen Rahmen Drohnen bei vermuteten Herzstillständen automatisch zusammen mit Rettungswagen alarmiert werden.

„Jedes Mal, wenn unser Drohnensystem in einem realen Notfall eingesetzt wird, unterstreicht das den Wert, Drohnen in die medizinische Notfallversorgung zu integrieren. Die Drohne ergänzt Rettungswagen und andere Notfallressourcen, indem sie in den entscheidenden Minuten lebensrettende Ausrüstung liefert“, sagt Mats Sällström.

„Unser System, Drone Emergency Medical Services (DEMS), ist einzigartig und derzeit in Schweden und Frankreich im Einsatz. Dieser Vorfall zeigt erneut sein Potenzial, dabei zu helfen, mehr Leben zu retten, und wir hoffen, dass er das Bewusstsein für Drohnen als wertvolle Ergänzung der medizinischen Notfalldienste stärkt“, sagt Mats Sällström.

Der Dienst wird gemeinsam von der Region Västra Götaland und Everdrone betrieben. Sechs operative Drohnenbasen versorgen im Rahmen einer langfristigen Initiative mehr als 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Region – mit dem Ziel, die Zeit bis zur lebensrettenden Behandlung bei außerklinischem Herzstillstand zu verkürzen. Der Vorfall in Borås zeigt, wie sich Drohnentechnologie in die reguläre Notfallmedizin integrieren lässt.

Informationen von Everdrone

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